Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche 2026 Aufstieg und Zerstörung der jüdischen Kaufmannsfamilie Conitzer

Sa. 07.11.2026 15:00–17:00 Uhr
EFG Schönebeck - SCHALOM-Haus, Republikstr. 43/44, DE-39218 Schönebeck

Ausgehend von der Gründung des Kaufhauses Conitzer & Co. in Schönebeck (Elbe) im Jahr 1902 wird im Vortrag der beeindruckende Aufstieg der Familie nachgezeichnet, die in der Blütezeit der Weimarer Republik bis zu 30 Kaufhäuser in Deutschland betrieb. Gleichzeitig wird das tragische Schicksal der Familie im Zuge von Verfolgung, Flucht und Neuanfang in der neuen Heimat beleuchtet. So entstand auf der Grundlage intensiver Recherchen ein facettenreiches Bild der Familiengeschichte Conitzer, die von Westpreußen (heutiges Polen) über Schönebeck (Elbe) und Berlin bis nach Südamerika führt. Valentina Holt, geb. Conitzer, wird persönliche Einblicke in das Leben ihrer Urgroßeltern, Alfred und Erna Conitzer, geben und über die Schwierigkeiten bei Flucht und Neubeginn sowie den Herausforderungen beim Aufbau einer Existenz in der neuen Heimat referieren. Dabei wird sie auch auf das Thema der Wiedergutmachung eingehen. Durch Sven Heine, Ehepartner von Valentina Holt, werden wir erfahren, wie Aron Israel Conitzer, Sohn einer alleinerziehenden Mutter, ein erfolgreiches Familienunternehmen gründete. Dabei wird er von den Anfängen über den wirtschaftlichen Erfolg des Familienunternehmens bis zu dessen Niedergang
berichten. Zudem wird er auf das Schicksal der Familien Conitzer in Schönebeck (Elbe) eingehen. Von der Tangermünderin Petra Hoffmann, die sich seit vielen Jahren ebenfalls sehr intensiv mit der Lebensgeschichte der Familie Conitzer beschäftigt, werden wir interessante Details über ihre Forschungen zur Familie Conitzer und deren Kaufhaus in Tangermünde erfahren. Wir laden Sie zu einer Veranstaltung ein, in welcher über Unternehmergeist,Schicksal, Hoffnung und Erinnerungskultur berichtet wird.